Tag der Regionen 2026 in Deutschland: Claude Meisch betont Bedeutung der grenzüberschreitenden Raumentwicklung

Beim Bundeskongress "Tag der Regionen 2026" hat Claude Meisch, Minister für Wohnungsbau und Raumentwicklung, gemeinsam mit Verena Hubertz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, Marcus Klein, Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten des Landes Rheinland-Pfalz, sowie Wolfram Leibe, Oberbürgermeister der Stadt Trier, über die Zukunftsperspektiven der Großregion diskutiert.

In seinem Einstiegsstatement unterstrich Minister Meisch die Bedeutung einer grenzüberschreitenden Herangehensweise an die Herausforderungen der Raum- und Wohnraumentwicklung: "Luxemburg denkt Wohnungsbau und Raumentwicklung längst nicht mehr nur national, sondern grenzüberschreitend. Unser PDAT berücksichtigt explizit den europäischen Kontext – denn die Herausforderungen enden nicht an der Grenze."

Die Großregion, in der mehr als 230.000 Grenzgängerinnen und Grenzgänger tätig sind – rund 44 Prozent aller Erwerbstätigen in Luxemburg –, steht vor erheblichen Herausforderungen. Der zunehmende Pendlerverkehr führt zu einem wachsenden Flächendruck in den Grenzgebieten, verstärkter Zersiedelung sowie steigenden Belastungen der Verkehrsinfrastruktur. Gleichzeitig wird deutlich, dass diese Entwicklungen nicht allein auf nationaler Ebene bewältigt werden können.

Vor diesem Hintergrund gewinnt die grenzüberschreitende Zusammenarbeit weiter an Bedeutung. Bereits 2008 wurde der Koordinierungsausschuss für Raumentwicklung (KARE) eingerichtet, um die Raumplanung innerhalb der Großregion besser aufeinander abzustimmen. Ein wichtiger Meilenstein dieser Zusammenarbeit ist das Gemeinsame Raumentwicklungskonzept der Großregion (REKGR), das 2021 verabschiedet wurde und seither als strategischer Rahmen für koordinierte Planungsprozesse dient.

Darüber hinaus spielt die koordinierte Raumplanung eine zentrale Rolle beim Schutz natürlicher Ressourcen sowie bei der Entwicklung intelligenter Nutzungsstrategien für Wohn- und Gewerbeflächen. Europäische Förderprojekte wie das Geografische Informationssystem der Großregion (GIS-GR) und das Interreg-Projekt DIALOG leisten hierbei einen wichtigen Beitrag, indem sie die grenzüberschreitende Governance stärken und die Entwicklung gemeinsamer Lösungsansätze unterstützen.

Die Großregion zeigt damit beispielhaft, wie grenzüberschreitende Zusammenarbeit in Europa konkret gestaltet werden kann. Durch institutionalisierte Dialogformate, die Einbindung aller politischen Ebenen und langfristig angelegte Strategien entsteht ein Modell mit Vorbildcharakter für andere europäische Grenzräume.

"Grenzüberschreitende Raumentwicklung ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit – für unsere Wirtschaft, unsere Umwelt und unsere Lebensqualität", fasste Minister Claude Meisch die Diskussion zusammen.

 Über den "Tag der Regionen":

Der Bundeskongress in Trier (8.-9. Juni 2026) ist die zentrale Plattform für grenzüberschreitende Innovationen in Raumplanung und Regionalentwicklung in Deutschland. Weitere Informationen: https://www.bmwsb.bund.de/DE/raum-und-region/regionalentwicklung/tag-der-regionen/bk4-trier/4ter-tdr-Artikel.html

 

Pressemittelung des Staatsministeriums und des Ministeriums für Wohnungsbau und Raumentwicklung