Außergewöhnliche Hitzewelle und Nationalfeiertag: Rote Warnstufe ab Montag, 22. Juni 2026, 12:00 Uhr

Die Interministerielle Zelle zur Bewertung von Unwetter- und Hochwasserrisiken (CERI) trat am Samstagmorgen zusammen, um die Entwicklung der Wetterlage auf Grundlage der neuesten Vorhersagen von MeteoLux zu analysieren.

Die für die kommende Woche erwarteten außergewöhnlich hohen Temperaturen weisen auf eine Hitzewelle von ungewöhnlicher Intensität und Dauer hin, mit Auswirkungen auf die Bevölkerung sowie auf die Arbeit der Rettungs- und Gesundheitsdienste. Diese Situation fällt mit den Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag zusammen, bei denen landesweit zahlreiche Veranstaltungen stattfinden werden. Es wird erwartet, dass diese eine sehr große Zahl von Menschen anziehen und zu einer erhöhten Inanspruchnahme der Rettungsdienste führen.

Angesichts dieser Faktoren und zum Schutz der Bevölkerung wird die Warnstufe ab Montag, dem 22. Juni 2026, um 12:00 Uhr auf Rot erhöht. Diese rote Warnstufe wird voraussichtlich bis Freitag bestehen bleiben, da anhaltende Hitze mit lokal bis zu 40 °C erwartet wird.

Gemeinsam: Lëtz prepare

Vor dem Hintergrund der außergewöhnlichen Wetterbedingungen und der Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag hat das Großherzogliche Feuerwehr- und Rettungscorps (CGDIS) seine Einsatzkräfte verstärkt, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten.

Das CGDIS weist zudem auf erhöhte Risiken von Vegetationsbränden sowie von Unfällen bei Aktivitäten im Freien hin und ruft die Bevölkerung zu verantwortungsbewusstem Verhalten und äußerster Vorsicht auf.

Die Gesundheitsbehörde erinnert daran, dass bei gesundheitlichen Problemen zunächst der Hausarzt kontaktiert werden sollte. Außerhalb der Öffnungszeiten gewährleisten Bereitschaftspraxen die medizinische Versorgung werktags von 20:00 bis 24:00 Uhr sowie an Wochenenden und Feiertagen von 8:00 bis 24:00 Uhr, wenn der Gesundheitszustand nicht bis zur Wiedereröffnung der Arztpraxis warten kann.

Bei schwerwiegenden Situationen sollte die Notaufnahme eines Krankenhauses aufgesucht werden; im Zweifel wird empfohlen, die Notrufnummer 112 zu wählen.

Die Behörden erinnern an mögliche gesundheitliche Folgen sowie an die Verhaltensempfehlungen zur Begrenzung der Auswirkungen der Hitze.

Mögliche Folgen:

  • Allgemeines Gesundheitsrisiko, auch für gesunde Personen
  • Besonders gefährdete Gruppen: ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen, Personen mit chronischen Krankheiten oder psychischen Störungen, Personen mit regelmäßiger Medikamenteneinnahme, alleinlebende Personen sowie Kleinkinder
  • Dehydration oder Hitzschlag (Symptome: Fieber über 40 °C, heiße, rote und trockene Haut, Kopfschmerzen, Übelkeit, Schläfrigkeit, starker Durst, Verwirrtheit, Krampfanfälle, Bewusstlosigkeit)

Verhaltensempfehlungen

  • Trinken Sie regelmäßig ausreichend Wasser (mindestens 1,5 Liter täglich).
  • Vermeiden Sie Aufenthalte im Freien während der heißesten Stunden (11:00–21:00 Uhr).
  • Halten Sie tagsüber Fenster, Rollläden und Vorhänge geschlossen und lüften Sie nachts.
  • Schützen Sie Ihren Kopf im Freien.
  • Tragen Sie leichte Kleidung.
  • Reduzieren Sie körperliche Aktivitäten.
  • Nutzen Sie Ventilatoren oder Klimaanlagen.
  • Halten Sie sich möglichst in kühlen oder klimatisierten Räumen auf (Einkaufszentren, Kinos usw.).
  • Befeuchten Sie Ihren Körper mehrmals täglich (Dusche, Spray etc.).
  • Halten Sie Kontakt zu gefährdeten Personen und unterstützen Sie diese; begleiten Sie sie bei Bedarf an einen kühlen Ort.

Aktivierung des gemeinsamen Einsatzstabs (PCO-C)

Die CERI hat beschlossen, ab Montag im Nationalen Krisenzentrum in Senningen einen gemeinsamen operativen Einsatzstab (PCO-C) zu aktivieren.

Der PCO-C gewährleistet eine verstärkte Koordination zwischen dem Großherzoglichen Feuerwehr- und Rettungscorps (CGDIS), der Police Lëtzebuerg, der Gesundheitsbehörde, der Stadt Luxemburg, der Luxemburger Armee und dem Hochkommissariat für nationale Sicherheit. In enger Abstimmung mit den Experten der CERI analysiert er die Entwicklung der operativen Lage sowie mögliche Szenarien im Zusammenhang mit der Wetterlage. Darüber hinaus erfasst er in Echtzeit die personellen und materiellen Auswirkungen sowie den operativen Bedarf und koordiniert die Einsätze der beteiligten Dienste, um eine schnelle, abgestimmte und wirksame Reaktion vor Ort sicherzustellen.

Die CERI wird die Lage weiterhin genau beobachten und sich am Montagmorgen erneut treffen.

Weitere Informatiounen: www.infocrise.lu; www.lu-alert.lu; Notdienste und Bereitschaftsdienste – Gesundheitsportal Luxemburg; http://santesecu.lu/canicule

Teilnehmende Einrichtungen der CERI: Hochkommissariat für nationale Sicherheit (HCPN), MeteoLux, Gesundheitsbehörde, Großherzogliches Feuerwehr- und Rettungscorps (CGDIS), Police Lëtzebuerg, Luxemburger Armee, Ministerium für Bildung, Kinder und Jugend, Stadt Luxemburg sowie Zoll- und Verbrauchsteuerverwaltung.

Pressemitteilung der Stelle zur Beurteilung der Unwetter-/Hochwassergefahr (CERI)